MIS MAGAZIN

Guerilla-Kampagne von MIS MAGAZIN: Bekritzeln ausdrücklich erwünscht!

Für die gewagte Plakat-Aktion «Love it? Tag it!» involvierte MIS MAGAZIN regionale Kunstschaffende, um eine hohe Reichweite auf den Social-Media-Kanälen zu erzielen – und Abonnenten zu gewinnen.

Das Redaktionsteam von MIS MAGAZIN hat eine ungewöhnliche Guerilla-Marketing-Aktion ausgeheckt, um mit den 20 Plakatstellen in der Region Bern–Thun zusätzliche Reichweite zu erlangen. Für die crossmediale Kampagne «Love it? Tag it!» preschte die Redaktion mutig vor: Auf Facebook und Instagram provozierte sie mit Aufrufen wie «Schmieren erlaubt!» oder «Lizenz zum Bekritzeln erteilt». Damit forderte sie ihre Community dazu auf, gleich eigene Statements über das Schweizer Lifestyle-Magazin für Designverliebte und Geniesser auf einem der Plakate zu verewigen. An manchen Plakatstellen baumelten gar Stifte zu diesem Zweck.

 

Mut zur Mitgestaltung durch Community
Die Plakatmotive enthielten bereits gedruckte Kommentare in Handschrift (Tags), wodurch die Hemmschwelle zum «Bekritzeln» sinken sollte. Im Bewusstsein, Gefahr zu laufen, dass das insbesondere jugendliche «Schmierer» als Einladung verstehen, nahm die Aktion ihren Anfang … und siehe da: Dies hielt sich in Grenzen. Um die Aktion anzuheizen und nicht auf Social-Content angewiesen zu sein, zog das Redaktionsteam die Fäden im Hintergrund und aktivierte sein Kreativ-Netzwerk. Kunstschaffenden aus der Region – durchaus mit Influencer-Charakter – dienten die Plakate als Leinwände zur freien Gestaltung:

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Posts von Kreativen als Reichweite-Booster
Kreativen und Künstlern eine Plattform zu geben, ist seit jeher die Philosophie des Magazins.
Umso authentischer war es, diese auch in die Guerilla-Aktion miteinzubeziehen und durch sie die Reichweite zu erhöhen: Der Traffic auf der Webseite stieg um das Fünffache, jener auf dem Instagram-Profil gar um das Zehnfache. Beat Mumenthaler, der SCB-Spieler Eric Blum für das aktuelle Magazin-Cover fotografiert hat, taggte ein Plakat in Thun und verbreitete das Multimedia-Material auf seinen Social-Media-Kanälen. Weiter verwandelte die Berner Künstlerin Gina Graeser den Titelmann mit japanischen Wurzeln in einer Nacht-und-Nebel-Aktion am Bahnhof Belp in einen Samurai. In Uetendorf griffen derweil Pascal Kolb und Jay Sivanathan zu Pinseln und Folien. Im beschaulichen Niederscherli machte sich Manuel Rohrer alias «Tens» ans Werk und verschönerte das F12-Format mit seiner Kalligrafie-Kunst. Auch Illustrator Dominic Beyeler schritt zu farbfrischer Tat und verwandelte Blums Konterfei in eines seiner berühmten «I am Nobody»-Kunstwerke.

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Abo-Steigerung um das Zehnfache
Ziel der crossmedialen Kampagne war es, sowohl die neue Ausgabe zu bewerben wie auch Abonnenten zu gewinnen. Allein im Kampagnenzeitraum von 14 Tagen gelang es, die Abonnenten-Zahl um das Zehnfache zu steigern. Denn MIS MAGAZIN will den Turnaround vom Gratis- zum Bezahlmedium schaffen: Seit 2013 wurde MIS MAGAZIN gratis in bis zu 113 000 Haushalte von Bern bis Thun verteilt. Von der aktuellen Winterausgabe an ändert sich dies: «Wir haben unser inhaltliches Profil geschärft – und MIS MAGAZIN zu einem Schweizer Lifestyle-Magazin für Designverliebte und Geniesser weiterentwickelt. Es ist schlicht zu hochwertig, um gratis an eine zu unspezifische Zielgruppe zu gelangen», führt Chefredaktorin Daniela Dambach aus.

Ein ambitioniertes Ziel hat sich die Redaktion gesteckt – doch das fünfköpfige Frauen-Power-Team ist überzeugt, dass die bisherigen Leserinnen und Leser bereit sind, Fr. 42.– für ein Jahres-Abo auszulegen. Weiter setzt MIS MAGAZIN auf exklusive Partnerschaften und ein starkes Supporter-Netzwerk. Mit der Guerilla-Marketing-Aktion hat die Publikation aus Bern für einen kurzen Überraschungseffekt auf der Strasse gesorgt – und damit langanhaltend hohe Aufmerksamkeit auf Social Media erzielt. … und wer weiss, was noch kommt: einige Plakate hängen noch …!